Werden eine Anzahl Menschen gebeten, die Antwort auf eine Faktenfrage zu schätzen, liegt der Mittelwert der Antworten meist dicht am richtigen Resultat. Bitten Sie diese Menschen anschließend, sich in der Gruppe auszutauschen und dann erneut eine Schätzung abzugeben, liegt der Mittelwert deutlich weiter neben dem richtigen Ergebnis als vorher. (Prof. Dr. Dirk Helbing, ETH Zürich in „Entscheiden“)

Rund 20.000 Entscheidungen trifft ein Mensch jeden Tag. Alle drei Sekunden eine Entscheidung – das reicht von „blaue oder schwarze Socken?“ bis hin zu „Auftrag annehmen oder nicht?“. Der passende Weg, Entscheidungen zu treffen, kann für Organisationen zur Überlebensfrage werden. Im Wesen adaptiver integraler Organisationsformen liegt die Möglichkeit, am Ort der jeweiligen Entscheidung die im Bezug auf den Daseinszweck der Gesamtorganisation gerade optimale Methode zu wählen.

Man braucht nicht gleich einen Persönlichkeitstest, um herauszufinden, wie man die Zusammenarbeit in der Gruppe verbessert. Man kann die Leute auch einfach danach fragen.

Guido Hertel, Psychologieprofessor an der Uni Münster

Ein Blick in die Natur, zu Bienen und Ameisen, zeigt eines von vielen möglichen Modellen, Entscheidungen zu treffen. Kundschafter schwärmen aus, um Nahrung zu finden. Nach ihrer Rückkehr werden Allen, deren Aufgabe die Futtersuche ist, die Informationen über Ort, Distanz und Beschaffenheit präsentiert. Das Individuum integriert die Informationen und trifft dann selbst die Entscheidung, welche Futterquelle zum Wohl der gesamten Gruppe aufzusuchen ist.

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